„Superfood“ – ein problematischer Hype

Unter der Bezeichnung „Superfood“ werden in den letzten Jahren Lebensmittel (Samen, Beeren, Wurzeln etc.) vermarktet, die angeblich Gesundheitsvorteile mit sich bringen. Mit diesen Produkten setzen sich verschiedene Verbraucherverbände sehr kritisch auseinander (z.B. https://www.verbraucherzentrale.de/superfood). Im folgenden Artikel wird auf die negativen Folgen des „Superfood“-Hypes für die Herkunftsländer hingewiesen, vor allem aber regionale Alternativen aufgezeigt:

Superfood und regionale Alternativen

Viel "Superfood" kommt von weit her, ist meist sehr teuer und verknappt das Angebot in den Herkunftsländern, sodass sich viele Menschen vor Ort ihre gewohnte Kost nicht mehr leisten können. Viele Verbraucher versprechen sich von den Trendbeeren eine Wunderwirkung, doch dafür gibt es kaum wissenschaftliche Belege. Was man dagegen weiß: Für die meisten Superfrüchte aus Südamerika gibt es heimische Alternativen:

Açai Beeren sind im brasilianischen Regenwald beheimatet. Dort wachsen die dunkelroten Steinfrüchte an Kohlpalmen und werden frisch oder als Saft verzehrt. Bei uns bekommt man sie meist gefriergetrocknet – als Saft oder Pulver. Die Açai Beere kann nichts, was heimische Früchte nicht auch können. Ihr Gehalt an sekundären Pflanzenstoffen, Proteinen, Calcium und Vitaminen wird beispielsweise von Holunder, schwarzen Johannisbeeren oder Rotkohl deutlich überflügelt.

Acerola-Beeren wachsen in Mittel- und Südamerika an immergrünen Sträuchern. Die Früchte erinnern an unsere Kirschen, sind jedoch nicht mit ihnen verwandt. Weil die Vitamin-C-reiche Frucht schnell verdirbt, wird sie vorrangig getrocknet oder als Pulver exportiert und als Zusatz Fruchtsaftmischungen beigesetzt. Eigentlich muss jedoch niemand Acerola essen, um seinen Vitamin-C- Bedarf zu decken, denn Vitamin C ist in so vielen Nahrungsmitteln enthalten, dass ein Mangel eher selten vorkommt.

Goji-Beeren liefern hohe Dosen an Vitaminen, insbesondere Vitamin C und 21 Mineralien und Spurenelemente. Die kleinen roten, eiförmigen Beeren sind Früchte des asiatischen Bocksdornstrauches und werden hierzulande teuer verkauft. In Goji-Beeren aus China wurden Pestizid-Rückstände gefunden, zudem warnt das Bundesinstitut für Arzneimittel vor Wechselwirkungen mit bestimmten Medikamenten. Die regionale Alternative sind schwarze Johannisbeeren. Beide Beeren sind eigentlich identisch, sagt das Bundeszentrum für Ernährung.

Quelle: Bundeszentrum für Ernährung
aus Fring 5/2017

Hering: Ja Aal: Nein

Fische und andere Meeresfrüchte sind beliebte und gesunde Bestandteile unseres Speiseplans. Entsprechend groß sind der Konsum und die wirtschaftliche Bedeutung der Fischerei. Doch die langjährige Übernutzung der einst so fischreichen Meere führte dazu, dass heute fast 29 Prozent aller Fischbestände weltweit von Überfischung bedroht und 61 Prozent maximal befischt werden. Bedroht sind aber nicht nur die Fischbestände - 40 Prozent des globalen Fangs besteht aus Beifang. Das bedeutet, dass neben unerwünschten Fischarten Haie, Seevögel, Meeresschildkröten, Delfine und Wale in den Netzen verenden.

Einerseits liegt der Schutz der Fischbestände in den Händen der Politik, die die Fangquoten festlegt, doch diese liegen diese im Durchschnitt 29 Prozent über den wissenschaftlichen Empfehlungen für nachhaltige Fangmengen. Andererseits können Verbraucher über verändertes Verhalten Einfluss auf die Fischereiwirtschaft nehmen, denn auch hier gilt: Die Nachfrage regelt das Angebot.

 

Was können Sie tun?

  Fisch als nichtalltägliche Delikatesse genießen.

 Beim Einkauf die richtige Wahl treffen.

 Auf Bio- und Umweltsiegel achten.

Generell können Sie beim Kauf von Fischprodukten auch auf Bio- und Umweltsiegel achten. Für Fisch aus Zuchten sind dies die Siegel von Bioland und Naturland sowie vom ASC (Aquaculture Stewardship Council) bei Verwendung gentechnikfreier Futtermittel. Bei Wildfisch gibt Ihnen das MSC-Siegel einen Hinweis auf nachhaltige Fischerei.

Entscheiden Sie sich mit Hilfe des WWF-Fischratgebers für Fischprodukte aus der Kategorie "Gute Wahl" und helfen Sie mit, die Meere und Fischbestände zu schonen. Neben der empfohlenen Kategorie "Gute Wahl" finden Sie im Fischratgeber auch die Kategorien "Zweite Wahl" und "Lieber nicht".

Quelle : http://www.wwf.de/fischratgeber

Zusammengestellt von M. Mayr

Aluminium ist in vielen Alltagsprodukten und oft vermeidbar

Ob Joghurt-Deckel, Getränke-Dose oder gar im Deo – Aluminium spielt in unserem Alltag eine größere Rolle, als wir meinen. Doch um Aluminium zu produzieren, wird immer wieder Regenwald vernichtet, denn 90 Prozent des Ausgangsstoffes Bauxit lagern im Tropengürtel.

Neben der offensichtlichen Folie ist Aluminium auch noch in vielen weiteren Produkten des Alltags versteckt. Der Rohstoff findet sich in Verpackungen von Kaugummis, Schokoriegeln, Kaffee, Tetra-Packs, Yoghurt-Deckeln, Zahnpasta- und Senf-Tuben, Deodorant- und Getränkedosen und sogar den Deckeln von Glasflaschen. In Haushalten findet sich der Rohstoff wegen der guten Wärmeleitfähigkeit Kochgeräten und beim Hausbau (z.B. in Fenstern).

Was kann ich tun?

Verzichten Sie wo immer möglich auf Aluminium-Folie. Verwenden Sie Brotboxen und Butterbrotpapier.

Für Grill-Abende gibt es Edelstahl-Grillschalen, die mehrfach verwendet werden können und die Aluminiumfolie überflüssig machen.

Zur Getränke-Dose gibt es die Mehrwegflasche als Alternative.

Kaufen Sie keine Kleinstpackungen wie z. B. Miniportionen Marmelade, Honig oder Kondensmilch. Auch Pröbchen aus dem Drogeriemarkt haben oft eine aluminium-beschichtete Verpackung.

Statt Senf-Tuben gibt es diesen auch im Glas. Das kann nach dem Aufbrauchen als Trinkglas weiterverwendet werden.

Kaufen Sie Bio-Kaffee, am besten von einem kleinen Röstereibetrieb, anstatt Kapseln zu verwenden. Dadurch sparen Sie nicht nur Aluminium und schützen so den Regenwald, sondern schonen auch ihren Geldbeutel. Zudem können Sie Ihren Röster vielleicht dazu bewegen, anstatt Verbundverpackungen solche ohne Aluminium zu verwenden.

Können Sie die Verwendung von Aluminium-Produkten nicht vermeiden, sollten Sie darauf achten, dass das Aluminium möglichst abgetrennt in die Recyclingtonne kommt.

Bei der Renovierung Ihres Hauses können Sie Fenster mit Holzrahmen anstatt Alufenster einbauen lassen. Natürlich aus einheimischen Hölzern.

Greifen Sie beim Kauf eines Deodorants zu einem Produkt ohne Aluminium als Inhaltsstoff. Achten Sie auch auf die Beschaffenheit der Verpackung.

Bitten Sie Hersteller, die Aluminiumverpackungen nutzen, ihre Produktion umzustellen.

Unterstützen Sie die Arbeit von Rettet den Regenwald, um den Wald vor dem Raubbau für die Aluminiumherstellung zu schützen.

Informieren Sie Ihre Familie, Freunde und Bekannte über die Folgen der Aluminiumproduktion im Regenwald.

Aus: Rettet den Regenwald 2012

https://www.regenwald.org/themen/aluminium/fragen-und-antworten

Bearbeitet von Marion Mayr

 

Energiesparendes Lüften realisiert als Beispiel im Kindergarten

Lüften wird oft falsch gemacht und dabei viel Wärme vernichtet. Niedrigenergiehäuser haben nun eine neue Lüftungstechnik notwendig gemacht, die auch für bestehende Wohnungen und Einrichtungen energiesparend eingesetzt werden kann. Wir haben ein solches Lüftungssystem im Sanitärraum des Kindergartens installiert, das auch in Wohnungen nachgerüstet werden kann und viel Wärmeenergie einspart. Mehr Informationen finden Sie hier.

Energiesparendes LED-Licht im Gemeindesaal

Im Gemeindesaal können wir jetzt eine Menge Strom sparen, da der Grüne Gockel günstige und sehr sparsame LED-Röhren installiert hat. Mehr

Einsteigen am Paul-Collmer-Heim - Car2Go in Stuttgart

car2go in Luginsland

Oh fein, jemand hat mich reserviert. Ich bin mal gespannt, wer da kommt und wohin es geht!

Wer ich bin? Ich bin ein Smart for 2 mit Elektromotor und kann minutenweise gemietet werden.

Da kommt jemand, eine Frau, die habe ich noch nie gesehen. Jetzt liest sie ganz genau was auf meinem Display an der Windschutzscheibe steht und legt ihre Karte drauf. Das ist mein Zeichen: Ich öffne die Türen. Vorsichtig steigt sie ein – ist wohl zum ersten Mal mit einem car2go unterwegs. Also begrüße ich sie recht freundlich. Ob sie wohl mit meiner Automatik klar kommt? Hui, das war ein rasantes Ausparken… tja ich bin ganz schön schnell. Die Fahrt verläuft prima. Es geht nach Luginsland, wo ich auf einem schönen Parkplatz abgestellt werde. Ich glaube die fährt bald wieder mit mir, denn sie scheint ganz glücklich damit, so schnell, so preisgünstig und umweltschonend zu Hause zu sein.