Ökumenische Ecke

Ökumene ist wohl auch, aber eben nicht in erster Linie eine Angelegenheit von Kirchenspezialisten oder Gremien. Sie wird in vielen Bereichen und auf den unterschiedlichsten Ebenen gelebt: in konfessionsverbindenen Ehen und Familien, bei Konzerten und Gottesdiensten, die auch von Mitgliedern der "anderen" Konfession besucht werden, im Alltag von Schulen und in Be-trieben, wo immer sich Christen bewusst einbringen und zusammen wirken. Aber gemeinsame und bewusst "ökumenisch" gefeierte Gottesdienste bleiben ein Kern unseres gemeinsamen christlichen Lebenszeugnisses.

Die Ökumene vor Ort und auch in Untertürkheim lebt von alltäglichen Begegnungen und gemeinsamen Veranstaltungen. Dazu lädt Sie der Ökumenische Arbeitskreis der katholischen St. Johannesgemeinde und der Evang. Gesamtkirchengemeinde herzlich ein!

Ökumenischer Weinfestgottesdienst

Herzliche Einladung zum Ökumenischen Weinfestgottesdienst am Sonntag 18. September im Rahmen des 52. Untertürkheimer Weinfestes. Beginn ist um 10 Uhr in der Untertürkheimer Kelter, gestaltet wird der Gottesdienst vom Ökumenischen Arbeitskreis zusammen mit Pfarrer Mayr sowie dem Posaunenchor des CVJM Untertürkheim.

Ökumenisches Nachtcafé

Ungezwungen, offen und interessant ist das Ökumenische Nachtcafé, der Gesprächskreis der kath. St. Johannes und der ev. Gesamtkirchengemeinde in Untertürkheim.  Normalerweise findet es am ersten Freitag jeden Monats um 19.30 Uhr im Gemeindezentrum Untertürkheim (GZU), Warthstr. 16 statt.

Die nächsten Termine:

Der Ökumentische Gesamt-Kirchengemeinderat trifft sich einmal im Jahr zu einem Thema und zum Austausch der Gemeinden über wichtige Entwicklungen, Probleme und Vorhaben. Er besteht aus den Pfarrern und ihren KIrchengemeinderäten der verschiedenen Gemeinden Untertürkheim/Rotenberg. Das Thema wird diesmal der Islam sein, zu dem der evangelische Schuldekan i.R. Scholl sprechen wird. Er engagiert sich seit vielen Jahren um ein besseres gegenseitiges Verständnis, ist in ständigem Dialog mit Muslimen und hat sich auf diesem Gebiet eine große Kompetenz erworben.

Sie sind herzlich eingeladen. Wir freuen uns auf rege Teilnahme.

Rückblick Ökumenisches Nachtcafé mit Rundfunkpfarrerin Lucie Panzer

Viele von uns mögen und hören die Andachtssendungen im Radio: Die „Anstöße" und „Morgengedanken“. Und so haben wir die Rundfunkpfarrerin des SWR, Frau Dr. Lucie Panzer in unser Ökumenisches Nachtcafé eingeladen. Es geht den kirchlichen Beauftragten der Landeskirche darum, früh morgens mit ihrer Sendung Lebensorientierung, Trost, Ermutigung und Lebendigkeit zu vermitteln, ehe wir den Alltag beginnen und uns im Hamsterrad verlieren. Das tut gut und macht uns wacher. Frau Dr. Panzer hatte uns Beispiele mitgebracht, etwa besondere Worte von Jugendlichen für Jugendliche und Sendungen zu besonderen Vorkommnissen, wo die Verfasser dann schnell reagieren müssen (Terroranschläge, Amoklauf Winnenden u.ä.). Wir konnten uns gut vorstellen, dass die Rundfunkpfarrerin gern bei uns war, weil sie ja sonst in ihrem Studio ganz allein in ein Mikrofon spricht, die Sendungen für eine ganze Woche. Das muss seltsam sein für eine Pfarrerin, die zwar jeden Tag 1,5 Millionen Menschen erreicht, aber niemanden sieht. 100 Frauen und Männer arbeiten auf diese Weise beim SWR Hörfunkprogramm. Es gibt evangelische, katholische, altkatholische, freikirchliche Beauftragte, die ihre Beiträge aus christlicher Perspektive sprechen. Man kann die Texte auch im Internet nachlesen oder -hören. Für über 30 Teilnehmer am Nachtcafé - diesmal bei Wein und Brezeln - war es sehr spannend, den Werdegang von Frau Dr. Panzer kennenzulernen und die Möglichkeiten, die sie hat, ihre Themen zu finden, die ja immer aktuell sein sollten, damit sie die Menschen auch erreichen. Viele Fragen der Teilnehmer konnten beantwortet werden und Kritik wurde gern aufgenommen.

Rückblick Ökumenisches Nachtcafé mit S- 21 Betriebsseelsorger Peter Maile

S21 - Stuttgart wird untertunnelt. Der Maulwurf hat sich schon ganz schön durchgefressen. Wir kennen die Baustellen, viele Menschen leiden unter ihnen. Lärm, harte Arbeit unter der Erde, 12 Stunden am Stück, 12 Tage lang - 4 Tage Pause und Gelegenheit, die Familie in der Ferne zu besuchen. Ansonsten der Container, jeden Abend, in einer fremden Stadt auf einer unwirtlichen Baustelle. Ein einsames Geschäft, trotz der vielen Kollegen. Und babylonisches Sprachgewirr. Es gibt viele Baustellen bei diesem Projekt. Und zwischen all diesen Menschen und Baustellen bewegt sich freundlich und zugewandt, Ruhe und Zuversicht ausstrahlend, Peter Maile, katholischer Diakon und Betriebsseelsorger, "Mädchen für alles": Mitarbeiter, Tröster, Helfer, Unterstützer - Seelsorger. Wir können uns vorstellen, wie sehr man so einen Menschen auf dieser Baustelle braucht. Sensibel Kontakt aufnehmen, Vertrauen aufbauen und Wertschätzung und Respekt zeigen. So gut es geht ein Gemeinschaftsgefühl, ein Miteinander und gegenseitiges Sich-Kennenlernen zu initiieren. Ein Mensch, dem man seine Sorgen erzählen kann und der Möglichkeiten der Hilfe sucht und entlastet. Aber auch das Feiern, das Grillen, der Austausch untereinander sind wichtig. Peter Maile kümmert sich unermüdlich und freundschaftlich um alles. Man spürt Peter Maile ab, wie sehr ihm seine Schützlinge am Herzen liegen. Eine wichtige und sinnvolle Arbeit, die er da verrichtet. Und wir im Ökumenischen Nachtcafé sehen dieses Projekt S21 mit seinen Baustellen jetzt mit ganz anderen Augen, ja, die Arbeiter und Mineure sind uns schon ein bisschen vertraut geworden durch die Erzählungen und Bilder. Ein sehr anregender, aufrüttelnder, informativer Abend. Ein ganz herzlicher Dank an Peter Maile.

Elke Strackerjan

 

Rückblick auf den Weltgebetstag 2016 über Kuba

Es war ein verbindender, schöner Gottesdienst, den diesmal die Stadt-/Wallmergemeinde unter ihrer Obhut hatte. Musikalisch hat uns unsere Kantorin Irene Ziegler am Flügel unterstützt, damit die nicht ganz einfachen Lieder der Liturgie aus Kuba einigermaßen rüberkamen. Die Stadtkirche war ein sehr schöner Rahmen und es waren viele gekommen. Annette Glöckler hat uns zu Anfang Bilder aus Kuba gezeigt und über die politische, wirtschaftliche und soziale Situation Kubas erzählt - besonders über die Lage der Frauen. So waren wir gut vorbereitet, den Gottesdienst mit den anwesenden Frauen zu feiern. Anschließend waren wir hinter die Grieshaberwand eingeladen, wo ein herrliches, exotisches Buffet auf uns wartete. Wir haben es bei interessanten und vielseitigen Gesprächen genossen und sind noch lange beieinander geblieben. Danke dem Vorbereitungsteam. Wir freuen uns schon auf den Weltgebetstag 2017 (über die Philippinen) in der Gartenstadt und hoffen, dass sich wieder viele Frauen auf den Weg machen.

Begegnungen mit der Neuapostolischen Kirchengemeinde in Untertürkheim

Unter „Ökumene“ haben wir in Untertürkheim seit vielen Jahren „Evangelisch“ – „Katholisch“ verstanden: Kontakte, Begegnungen, gemeinsame Gottesdienste und Veranstaltungen, die die Gräben zwischen den Konfessionen, die während der Jahrhunderte nach der Reformation entstanden sind, kleiner gemacht und überbrückt haben. Was uns verbindet und für was wir als Christen gemeinsam einstehen – das rückte ins Zentrum und wurde zunehmend wichtiger.

Zu dieser Ökumene, und das ist eine sehr erfreuliche und gute Entwicklung, möchte sich nun auch die „Neuapostolische Kirchengemeinde“ gesellen. Über Jahrzehnte war sie eine Gemeinschaft, die sich stark von den anderen Kirchen abgegrenzt und abgeschottet hat. Für diese wiederum galt sie als „Sekte“, die man misstrauisch beäugte. Das scheint nun vorbei zu sein. Die „Neuapostolische Kirche“ hat seit einigen Jahren schon mit einem grundlegenden internen Reform- und Erneuerungsprozess begonnen, der auch ihr Verhältnis zu den anderen Konfessionen neu ordnen soll. Man möchte sich nicht mehr abschotten. Man versteht sich auch nicht mehr allein als heilbringende Kirche Jesu Christi, sondern gesteht das „KircheSein“ auch den anderen zu. Man hat die „Mission“ unter Christen anderer Konfession eingestellt und sich vor allem der Ökumenischen Bewegung geöffnet. Der „Katechismus“, die Glaubenslehre, wurde neu überarbeitet. So gab es nun auch in Untertürkheim erste Kontakte zwischen der neuapostolischen Gemeinde und dem Ökumenischen Arbeitskreis. Wir haben dort vereinbart, dass wir im Gespräch bleiben und unsere Gemeindeglieder ermutigen,  einander kennen zu lernen und sich auch gegenseitig zu Veranstaltungen einzuladen.

Die Neuapostolische Kirche hat uns die Hand ausgestreckt – wir werden diese nicht ausschlagen. Wir werden den Weg aufeinander zu in einer angstfreien Atmosphäre und ohne Druck weiter gehen. Gerne können Sie sich auch direkt informieren über die NAK-Untertürkheim: http://cms.nak-stuttgart-fellbach.de/wo-wir-sind/gemeinden/stuttgart-untertuerkheim oder über die Neuapostolische Kirche in Deutschland www.NAK.org

Pfr. R. Mayr