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Ökumenische Ecke

Ökumene ist wohl auch, aber eben nicht in erster Linie eine Angelegenheit von Kirchenspezialisten oder Gremien. Sie wird in vielen Bereichen und auf den unterschiedlichsten Ebenen gelebt: in konfessionsverbindenen Ehen und Familien, bei Konzerten und Gottesdiensten, die auch von Mitgliedern der "anderen" Konfession besucht werden, im Alltag von Schulen und in Be-trieben, wo immer sich Christen bewusst einbringen und zusammen wirken. Aber gemeinsame und bewusst "ökumenisch" gefeierte Gottesdienste bleiben ein Kern unseres gemeinsamen christlichen Lebenszeugnisses.

Die Ökumene vor Ort und auch in Untertürkheim lebt von alltäglichen Begegnungen und gemeinsamen Veranstaltungen. Dazu lädt Sie der Ökumenische Arbeitskreis der katholischen St. Johannesgemeinde und der Evang. Gesamtkirchengemeinde herzlich ein!


Ökumenisches Nachtcafé

Ungezwungen, offen und interessant ist das Ökumenische Nachtcafé, der Gesprächskreis der kath. St. Johannes und der ev. Gesamtkirchengemeinde in Untertürkheim.  Normalerweise findet es am ersten Freitag jeden Monats um 19.30 Uhr im Gemeindezentrum Untertürkheim (GZU), Warthstr. 16 statt.

Die nächsten Termine:

06.05. mit Herrn Diakon Peter Maile, Betriebsseelsorger des Projekts S21. Er wird von seiner Arbeit berichten und außerdem mit uns ins Gespräch kommen darüber, ob Arbeiter sich in unseren Kirchengemeinden und Gottesdiensten zu Hause fühlen und wie die passenden Angebote in dieser Hinsicht aussehen könnten. Ein spannender Abend wird das werden.

16.05. Ökumenischer Pfingsmontagsgottesdienst - diesmal in der katholischen Kirche St. Johannes, um 11 Uhr. Herr Pfarrer Gälle bereitet diesen Gottesdienst mit einem ökumenischen Team vor. Dieser Gottesdienst ist immer besonders schön. Lassen Sie ihn sich nicht entgehen und feiern Sie mit uns.

03.06. mit Herrn Pfarrer Andreas Gälle von St.Johannes, der mit uns über das "Heilige Jahr", das "Jahr der Barmherzigkeit" sprechen und unsere Fragen dazu beantworten wird. Besonders für uns evangelische Christen eine Chance, Einblick und Verständnis zu bekommen, worum es den Katholiken dabei geht.

01.07. Gemütlicher "Semesterabschluß" mit Rückblick und Blick nach vorne: Themen, Interessen, Vorschläge können ungebremst eingebracht werden.

17.07. Taizé-Andacht in St.Johannes, um 19 Uhr.

Der Ökumentische Gesamt-Kirchengemeinderat trifft sich einmal im Jahr zu einem Thema und zum Austausch der Gemeinden über wichtige Entwicklungen, Probleme und Vorhaben. Er besteht aus den Pfarrern und ihren KIrchengemeinderäten der verschiedenen Gemeinden Untertürkheim/Rotenberg. Das Thema wird diesmal der Islam sein, zu dem der evangelische Schuldekan i.R. Scholl sprechen wird. Er engagiert sich seit vielen Jahren um ein besseres gegenseitiges Verständnis, ist in ständigem Dialog mit Muslimen und hat sich auf diesem Gebiet eine große Kompetenz erworben.

Sie sind herzlich zum ökumenischen Nachtcafé, zum Pfingstmontagsgottesdienst und zur Taizé-Andacht eingeladen. Wir freuen uns auf rege Teilnahme.

Rückblick auf den Weltgebetstag 2016 über Kuba

Es war ein verbindender, schöner Gottesdienst, den diesmal die Stadt-/Wallmergemeinde unter ihrer Obhut hatte. Musikalisch hat uns unsere Kantorin Irene Ziegler am Flügel unterstützt, damit die nicht ganz einfachen Lieder der Liturgie aus Kuba einigermaßen rüberkamen. Die Stadtkirche war ein sehr schöner Rahmen und es waren viele gekommen. Annette Glöckler hat uns zu Anfang Bilder aus Kuba gezeigt und über die politische, wirtschaftliche und soziale Situation Kubas erzählt - besonders über die Lage der Frauen. So waren wir gut vorbereitet, den Gottesdienst mit den anwesenden Frauen zu feiern. Anschließend waren wir hinter die Grieshaberwand eingeladen, wo ein herrliches, exotisches Buffet auf uns wartete. Wir haben es bei interessanten und vielseitigen Gesprächen genossen und sind noch lange beieinander geblieben. Danke dem Vorbereitungsteam. Wir freuen uns schon auf den Weltgebetstag 2017 (über die Philippinen) in der Gartenstadt und hoffen, dass sich wieder viele Frauen auf den Weg machen.

Berichte:

Oktober - November 2015:    Herunterladen

Begegnungen mit der Neuapostolischen Kirchengemeinde in Untertürkheim

Unter „Ökumene“ haben wir in Untertürkheim seit vielen Jahren „Evangelisch“ – „Katholisch“ verstanden: Kontakte, Begegnungen, gemeinsame Gottesdienste und Veranstaltungen, die die Gräben zwischen den Konfessionen, die während der Jahrhunderte nach der Reformation entstanden sind, kleiner gemacht und überbrückt haben. Was uns verbindet und für was wir als Christen gemeinsam einstehen – das rückte ins Zentrum und wurde zunehmend wichtiger.

Zu dieser Ökumene, und das ist eine sehr erfreuliche und gute Entwicklung, möchte sich nun auch die „Neuapostolische Kirchengemeinde“ gesellen. Über Jahrzehnte war sie eine Gemeinschaft, die sich stark von den anderen Kirchen abgegrenzt und abgeschottet hat. Für diese wiederum galt sie als „Sekte“, die man misstrauisch beäugte. Das scheint nun vorbei zu sein. Die „Neuapostolische Kirche“ hat seit einigen Jahren schon mit einem grundlegenden internen Reform- und Erneuerungsprozess begonnen, der auch ihr Verhältnis zu den anderen Konfessionen neu ordnen soll. Man möchte sich nicht mehr abschotten. Man versteht sich auch nicht mehr allein als heilbringende Kirche Jesu Christi, sondern gesteht das „KircheSein“ auch den anderen zu. Man hat die „Mission“ unter Christen anderer Konfession eingestellt und sich vor allem der Ökumenischen Bewegung geöffnet. Der „Katechismus“, die Glaubenslehre, wurde neu überarbeitet. So gab es nun auch in Untertürkheim erste Kontakte zwischen der neuapostolischen Gemeinde und dem Ökumenischen Arbeitskreis. Wir haben dort vereinbart, dass wir im Gespräch bleiben und unsere Gemeindeglieder ermutigen,  einander kennen zu lernen und sich auch gegenseitig zu Veranstaltungen einzuladen.

Die Neuapostolische Kirche hat uns die Hand ausgestreckt – wir werden diese nicht ausschlagen. Wir werden den Weg aufeinander zu in einer angstfreien Atmosphäre und ohne Druck weiter gehen. Gerne können Sie sich auch direkt informieren über die NAK-Untertürkheim: http://cms.nak-stuttgart-fellbach.de/wo-wir-sind/gemeinden/stuttgart-untertuerkheim oder über die Neuapostolische Kirche in Deutschland www.NAK.org

Pfr. R. Mayr

Was machen die eigentlich bei einer „ökumenischen Kirchengemeinderatssitzung“?

Einmal im Jahr treffen wir uns, der katholische Kirchengemeinderat und die evangelischen Kirchengemeinderäte der Gesamtkirchengemeinde. Dieses Jahr waren wir am 26. Juli zusammen im schönen Rotenberger Gemeindehaus. Die Frage, die uns beschäftigte und uns zu anregenden Gesprächen führte, lautete: Was magst du an deiner Kirche?

Hier einige Ergebnisse:

Besonders mögen wir den sonntäglichen Gottesdienst, in dem es um die andere Wirklichkeit geht, in der wir alle gleich sind und angenommen, wie verschieden wir uns auch im sogenannten Alltag wahrnehmen. Alle richten wir uns aus auf den   i m m e r   anwesenden Gott. Wir spüren den Trost, die Erleichterung, wir fassen Mut und Zuversicht für die neue Woche. Wir lassen uns segnen in der Gewißheit, in beiden Wirklichkeiten verankert zu sein, getragen, begleitet, verbunden und vor allem geliebt. Es war außerordentlich wohltuend, sich das mal bewußt zu machen und im Gespräch zu vertiefen.

Die vielen Feste in unseren Gemeinden führen die Menschen des Stadtteils, die sonst eilig aneinander vorbeilaufen, immer wieder zu einem fröhlichen Anlaß zusammen und schaffen oft hilfreiche Beziehungen über das Fest hinaus. Wichtig sind uns auch unsere Bildungsangebote - sozusagen vor der Haustür, mit vertrauten Menschen. Freude spenden die vielen musikalischen Aktivitäten, zum Mitmachen und Zuhören. Spezielle Angebote für die alten Menschen und für Kinder und Jugendliche schützen vor Vereinzelung und machen das Leben reicher. Pfarrer, haupt- und ehrenamtliche Mitarbeiter sind als Ansprechpartner für die Sorgen und Nöte der Menschen da. Das mögen wir an unserer Kirche - wer hätte gedacht, daß die Liste so lang würde?

Aber auch die kritischen Fragen wurden ausführlich bedacht: Bringen wir das alles richtig rüber? Nehmen die Menschen diese Angebote in Anspruch? Gibt es Vorbehalte, Schwellenangst? Werden ganz andere Angebote gewünscht? Treffen wir den Nerv? Vergessen oder sehen wir manches nicht?  Jetzt konnte die Diskussion über Defizite, über Mängel und Fehlplanungen beginnen. Anregungen wurden gesammelt und Ideen, welche Anstrengungen wir verstärken müssen, um in den Leuten die Freude an Glaube und Kirche (wieder) zu erwecken.  Was muß geändert werden, was erweitert oder unterstützt? Die vielen Kirchenaustritte sind ja Ansporn und Mahnung.

Natürlich gab´s auch was fürs leibliche Wohl, das die Kirchengemeinderäte vorbereitet hatten. Denn nicht nur Arbeit, auch Essen und Trinken verbindet. Können Sie sich jetzt besser vorstellen, was so ein „Ökumenischer Kirchengemeinderat“ bei seiner Jahressitzung vollbringt?  Auf jeden Fall sollten Sie wissen, dass auch Ihre Anregungen in unseren Kirchengemeinden sehr willkommen sind. Trauen Sie sich!

Elke Strackerjan