Unser Profil

Der Kirchengemeinderat hat sich auf einem Wochenende darüber Gedanken gemacht, worin wir das Profil unserer Gartenstadtgemeinde sehen, was uns wichtig ist und was uns von anderen unterscheidet. Hier einige Gedanken dazu:

 

Wir freuen uns darüber, dass unser Gemeindeklima von Offenheit geprägt ist und verstehen dies als eine theolo-gische und als eine atmosphärische Aussage:
Wir wollen eine theologische Offenheit, weil wir die Frohe Botschaft in Jesus Christus als Zuwendung Gottes ver-stehen, die heilsam ist und befreiend, die den Menschen zugewandt ist und sie bedingungslos annimmt. Eine ausgrenzende, ängstigende oder beengende Theologie lehnen wir ab. Dazu rechnen wir auch alle Formen des Biblizismus oder eines christlichen Fundamentalismus. Wir streben einen Frömmigkeitsstil an, der Raum lässt für eigenes Nachdenken und selbständige Entscheidungen ohne jeden moralischen oder religiösen Druck.

Wir wollen eine Atmosphäre der Offenheit in unseren Gottesdiensten, in Gemeindeveranstaltungen und im Umgang miteinander. Gottesdienste sollen in einer verständlichen und alltagsbezogenen Sprache gehalten werden. Predigten sollen ein gutes theologisches Niveau haben. Wir freuen uns über alle, die sich aktiv am Gemeindeleben beteiligen und sich mit ihren Gaben einbringen, üben aber keinen Druck aus.
Wir suchen nach Formen der Gottesdienstgestaltung, die ein möglichst breites Spektrum von Menschen anspricht. Anspiele, neue Musik und interessante Gestaltungselemente sind uns ebenso willkommen wie die ruhige und besinnliche Atmosphäre eines „traditionellen“ Gottesdienstes. Wir sind dankbar für die Arbeit unseres Kreuz&Quer-Teams, das verschiedene Formen und Gestaltungselemente des Gottesdienstes ausprobiert. Ebenso ist uns eine gute Kinderkircharbeit wichtig, die den Jüngsten eine gute, altersgemäße Gottesdienstform anbietet und die es den Eltern ermöglicht, selber den Gottesdienst zu besuchen.

Wir begrüßen das breite kirchenmusikalische Angebot unserer Untertürkheimer Kantorei und des Posaunenchors des CVJM Untertürkheim, das Generationen verbindet und eine eigenständige Form der Verkündigung darstellt. Dazu gehören für uns die Aufführung anspruchsvoller musikalischer Werke wie auch an der Popularmusik orientierte Elemente. Wir unterstützen unsere Kirchenmusik in ihrer Aufgeschlossenheit für zeitge-nössische oder jugendgemäße Stilelemente.

Wir wollen Raum bieten dafür, dass sich Menschen in der Gartenstadtgemeinde in Gruppen treffen können: beispielsweise in der Begegnungsstätte, im Offenen Kreis, bei den „Frauen in den besten Jahren“ oder in Krabbelgruppen. Besonders hat uns gefreut, dass das Engagement für die Erhaltung und Bewahrung der Schöpfung, wie sie unser „Umweltbeirat“ (GRÜNER GOCKEL) verantwortet, ein so positives Echo gefunden hat.

Wir sind eine Gemeinde, die gesellschaftliche und soziale Notsituationen in unserer Stadt wahrnimmt und Hilfe leistet. Daher fördern wir seit jeher über das übliche Maß hinaus diakonische Projekte für Menschen am Rande unserer Gesellschaft: für Obdachlose, für Suchtkranke und Suchtge-fährdete, für junge Menschen auf dem Strich und für Einzelne, die unbürokratische Hilfe benötigen.

Ebenso fühlen wir uns dem EKD- Projekt „Brot für die Welt“ verbunden (was sich in hohen Spenden und Opferbeträgen widerspiegelt) und dem landeskirchlichen Missionswerk EMS (Evangelische Mission in Solidarität). Pro Jahr werden zwei EMS-Projekte ausgesucht und mit Opfer und durch Informations-veranstaltungen gefördert.

Als Gartenstadtgemeinde sehen wir auch das Paul-Collmer-Heim als Teil unseres Gemeinwesens und freuen uns über das ehren- und hauptamtliche Engagement, das wir dort einbringen können.

Seit jeher trägt die Gartenstadtgemeinde auch die Ferienwaldheimarbeit unserer Gesamtkirchengemeinde mit, die ein gutes und qualifiziertes Betreuungsangebot für Kinder  und Familien darstellt. Insbesondere das breite Spektrum an jungen ehrenamtlichen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern ist für uns sehr wertvoll.

Die Gartenstadtgemeinde feiert auch gerne: Sommerfeste ebenso wie Adventsbazare, der „Kirchenkaffee“ nach dem Gottesdienst und festliche Ständerlinge zur Begrüßung der neuen Konfirmanden oder zur Vorkonfirmation und – ganz neu - die „Ü-35- Disco“. Alles Möglichkeiten, um sich als Gemeinde zu treffen und Menschen miteinander in Verbindung zu bringen, die sonst nicht zusammen kämen.

Wir freuen uns, dass wir haupt-, ehren- und nebenamtliche Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen haben, die sich selbständig einbringen und Motivation für ihre Arbeit mitbringen. Das Gesicht unserer Gemeinde wird ganz entscheidend von ihnen, von ihrem Umgang miteinander, von ihrer Haltung zu den Menschen und zum Auftrag unserer Kirchengemeinde bestimmt. Als Kirchen-gemeinderat ist uns die Würdigung unserer Mitarbeiterschaft sowie immer wieder auch die Gewinnung neuer Ehrenamtlicher ein zentrales Anliegen. 

Als Kirchengemeinde können wir nicht alles anbieten, vor allem nicht in Zeiten, in denen sich die Kirche mit weniger Personal und Gebäuden begnügen muss. Viel Wertvolles geschieht in den Gemeinden um uns herum und im Stuttgarter Kirchenkreis, als dessen Teil wir uns verstehen. Nicht alles muss daher bei uns angeboten werden. Unsere Gemeindeglieder besuchen ganz selbstverständlich Angebote in anderen Gemeinden, auch in unserer katholischen Geschwisterkirche, der St. Johannes-gemeinde. Mit ihr sind wir über die ökumenische Zusammenarbeit und über gemeinsame Gottesdienste in den letzten 40 Jahren sehr zusammen gewachsen. Viele unserer Gemeindeglieder praktizieren die Ökumene längst schon in ihren Ehen und Familien. Ihnen allen stehen unsere Angebote und Gottesdienste, auch die Teilnahme am Abendmahl, offen.