Liebe Gemeindemitglieder,


seit Mittwoch, 18. März gilt die durch die Landesregierung erlassene „Corona-Verordnung“, die ein weitreichendes Versammlungsverbot auch für die Kirchen vorsieht, sowie die Schließung zahlreicher Geschäfte und öffentlicher Einrichtungen (gültig vorläufig bis 15. Juni, solange nicht anderes entschieden wird).

 Für unsere Gartenstadtgemeinde bedeutet das:

 

·       Ab sofort und bis auf Weiteres sind Gottesdienste untersagt! Das betrifft auch die Passions- und Osterzeit. Wir empfehlen der Gemeinde, die über Radio und Fernsehen übertragenen Gottesdienste zu Hause mitzufeiern.

·       Abgesagt sind auch die Konfirmationsgottesdienste! Die Gemeindeleitung wird noch in den Osterferien eine Entscheidung treffen, wann und in welcher Form die Konfirmation 2020 durchgeführt werden wird.

·       Der Oberkirchenrat hat entschieden, dass alle Gemeindehäuser und Gemeindezentren geschlossen werden müssen, vorläufig bis zum 19. April. Damit finden auch alle Treffen unserer Gemeindegruppen und -kreise, unserer Chöre und die Angebote unserer Begegnungsstätte nicht statt.

·       Ebenso ist ab 18. März das Gemeinde- und Pfarrbüro für den Publikumsverkehr geschlossen. Der Bürobetrieb wird auf ein Minimum reduziert, Homeoffice wurde vom Oberkirchenrat angeordnet. Pfarrer Mayr und Frau Beck sind aber über Telefon (mit Anrufbeantworter) und Email erreichbar. Ebenso Frau Freitag und Frau Escher von der Begegnungsstätte.

·       Unser Gartenstadtkindergarten bleibt, analog zu den Schulen, zunächst einmal bis Sonntag, 19. April geschlossen.

·       Das gilt auch für den Konfirmandenunterricht, den wir freilich in anderer Form (als „Homeoffice“) aufrechterhalten.

 

Gerade jetzt: tun Sie alles, um mit andern und untereinander in Kontakt zu bleiben über Telefon, Email, Facebook oder sonstige Medien. In einem begrenzten Umfang können wir sogar eine Einkaufshilfe durch zwei junge Ehrenamtliche anbieten. Scheuen Sie sich also nicht, mit uns Kontakt aufzunehmen. Bleiben Sie gelassen und behalten Sie Ihren Humor. Die Italiener, in einer ungleich verschärfteren Situation machen es uns vor: zu einer bestimmten Zeit öffnen sie die Fenster und Türen, sie singen dann für ein paar Minuten oder musizieren und klatschen Beifall - für Pfleger, Ärzte und Rettungsdienste, die weit über die Grenzen des Zumutbaren ihren Dienst tun. Auch wir könnten zum Beispiel beim Abendläuten unserer Gartenstadtkirche (um 19 Uhr) eine Kerze ins Fenster stellen, ein Gebet sprechen oder ganz eigene Formen des Zusammenhaltens entwickeln. Diese Krise ist für uns alle wie ein Neuland: Betreten wir es zuversichtlich, um unsere Gesundheitssysteme und das Pflegepersonal zu entlasten und Kranke und alte Menschen vor der Infektion zu schützen.

Bleiben Sie behütet und seien sie herzlich gegrüßt

 

Ihr Pfarrer Reinhard Mayr