GASTA Kirchenwahl

Kirche braucht frischen Wind. Dieser frische Wind könnten Sie sein, wenn Sie sich als Kandidat/in bei der Kirchengemeinderatswahl am 1. Advent aufstellen lassen. Sie könnten gewählt werden. So wie ich vor 12 Jahren.

Denken Sie mal in Ruhe darüber nach.

Luginsland hat so gut wie keine Infrastruktur. Wir begegnen uns nicht mehr beim Einkaufen und kennen oft nicht mal unsere Nachbarn. Und mitten in unserem Stadtteil liegt die Gartenstadtkirche, die vor Kurzem ihr 50. Jubiläum gefeiert hat. Junge und Alte, Arme und Reiche, Gesunde und Kranke, Faule und Fleißige, Traurige und Fröhliche, Menschen verschiedener Konfession oder gar keiner, politisch links oder rechts: spielt alles keine Rolle beim entspannten, heiteren Miteinander. Und das ist natürlich nicht nur bei Festen so. Es gibt so viele Möglichkeiten in unserer Kirchengemeinde, etwas gemeinsam zu erleben. Menschen brauchen einander, besonders in dieser oft als gefahrvoll und unsicher erlebten Welt. Gemeinschaft kann Angst nehmen und Mut machen.

Und dann sind da die sonntäglichen Gottesdienste, die uns stärken und eine Alternative zu unseren Alltagssorgen und -ängsten aufscheinen lassen. Worte, Begegnung und Musik machen Schweres leichter und trösten. Viele Kinder, Jugendliche und Erwachsene engagieren sich deshalb in unserer Gemeinde und genießen das Miteinander und das Gefühl, nicht allein zu sein.

Unsere Kirchengemeinde bietet viele Möglichkeiten, seine Talente in die Tat umzusetzen. Mir macht die gemeinsame Arbeit zur Bewahrung unserer Schöpfung (Grüner Gockel/Umweltbeirat), der Einsatz für ein ökumenisches Miteinander und das Ideensammeln für die Erwachsenenarbeit Freude. Das Singen in der Kantorei macht gute Laune und bringt Schwung in den Alltag.  Am meisten aber genieße ich die vielen menschlichen Begegnungen bei verschiedensten Anlässen. Wir sind mit der katholischen und der neuapostolischen Gemeinde in Kontakt und planen gemeinsame Unternehmungen und Feste. Sogar Menschen aus Ghana feiern ihren Gottesdienst sonntags in unserer Kirche. Mir gefällt diese bereichernde Vielfalt. Beim gemeinsamen Planen, Tun und Ausführen habe ich viel gelernt.

Hat Sie das überzeugt? Dann kandidieren Sie. Sie dürfen sogar die neue Pfarrerin bzw. den neuen Pfarrer mit aussuchen. Na, wenn das keine wichtige, verantwortungs- und reizvolle Aufgabe ist! Ich würde mir das nicht lange überlegen. Wir brauchen Sie.

Elke Strackerjan, Kirchengemeinderätin 

 

 

Warum es sich lohnt, als Kirchengemeinderat zu kandidieren...

 

...möchte ich gerne aus der Sicht eines scheidenden Gremiums-Mitglieds beantworten.

Meine Motivation zur Kandidatur vor fast 12 Jahren war der Wunsch, in einem Ehrenamt unsere Gemeinde und unsere Glaubensgemeinschaft zu unterstützen.

 

Unsere Gartenstadt-Gemeinde erfüllt -neben der Verkündigung der frohen Botschaft- eine Vielzahl von wichtigen Funktionen in unserem Stadtteil. Eine Kirchengemeinde kann dabei nach meinem Verständnis nicht nur von engagierten haupt­amtlichen Mitarbeitern geführt und geleitet werden, sondern braucht, um lebendig zu bleiben, das mitgestaltende Engagement aus der Mitte der Gemeinde.

Im dem im Regelfall monatlich tagenden Kirchengemeinderat, dem Leitungsgremium der Gemeinde, laufen alle Fäden zusammen. Ich kam mit allen Kreisen und Gruppen in Kontakt. So waren z.B. die hauptamtlichen Mitarbeiterinnen des Kindergartens bei uns zu Gast, die ehrenamtlichen Mitarbeiter des Waldheims, die Leiterin des Paul-Collmer-Hauses, die Frauen in den besten Jahren, und viele mehr.

 

Die Vorbereitung und Mitwirkung an Gottesdiensten war uns eine Herzenssache. Daneben gehören organisatorische und verwaltende Tätigkeiten (z.B die Planung von Gemeindefesten, Beratung und Beschluss des Finanzhaushalts, Treffen von Personalentscheidungen, usw.) zu unseren Aufgaben. Daneben beteiligt sich jedes Kirchengemeinderats-Mitglied noch in Ausschüssen. Ich war unter anderem Mitglied im Bauausschuss. Eigentlich ein trockenes Thema, jedoch mit Gestaltungsspielraum! So konnten wir mit der Licht-Installation zum 50- jährigen Jubiläum unserer Gartenstadtkirche im letzten Jahr weithin sichtbare Akzente setzen.

 

Trotz der vielen Aufgaben braucht niemand Angst vor Überforderung zu haben. Unser Kirchengemeinderat ist ein 11-köpfiges Gremium, in welches sich Frauen und Männer mit verschiedenen Berufen, Interessenlage und familiärem Hintergrund einbringen und gemeinsam das Gemeindeleben gestalten. Neben den Erfahrungen, die ich bereits in das Amt mitbrachte, gab es für mich auch eine ganze Reihe von Neuigkeiten, mit welchen ich mich beschäftigen und persönlich weiterentwickeln konnte.

 

Zusammenfassend sehe ich im Rückblick meine Mitarbeit im Kirchengemeinderat in den zurück­liegenden fast 12 Jahren als sehr gute Zeit an, die mir Freude gemacht hat.

 

Die Mitglieder des Kirchengemeinderats werden in demokratischer Wahl durch die Gemeindemit­glieder für die Dauer von 6 Jahren bestimmt, und Demokratie lebt wesentlich von Wandel und Erneuerung.

Ich möchte deshalb SIE ganz persönlich dazu einladen, darüber nachzudenken, ob es für Sie eine reizvolle Aufgabe sein könnte, Ihr Talent, Ihre Kenntnisse und Lebenserfahrung in unsere Gemeinde­leitung einzubringen. Wenn Sie sich das grundsätzlich vorstellen können, dazu aber noch Fragen haben, stehen ich, oder auch ein anderes Mitglied des Kirchengemeinderats, für weitere Auskünfte und Gespräche gerne zur Verfügung.

 

Ihr Jörg Kauderer

Kirchengemeinderat - Ehrenamt und Ehre

Seit 3 Amtsperioden bin ich gewählter Kirchengemeinderat und es ist mir eine Ehre, dies sein zu dürfen. Ich habe diese Periode als ganz wertvolle Zeit in meinem Leben wahrgenommen. Warum?

Es ist eine der vielen Möglichkeiten, am Haus Gottes zu bauen und nicht nur Mitglied der Gartenstadtgemeinde zu sein, sondern “Mitglied” der Gemeinde Jesu Christi.

Es ist ein Geben – und ein Nehmen, und der Saldo ist überaus positiv.

Ich habe durch diese kirchliche Tätigkeit viele tolle, liebe und interessante Menschen kennengelernt. Da ich beruflich äußerst eingespannt war, war dies eine einfache Möglichkeit, Kontakte zu pflegen und Menschen kennenzulernen. Die kirchlichen, speziell auch die theologischen Themen sind für mich als Ingenieur eine wunderbare Ergänzung meiner Lebenswelt, auf Englisch ausgedrückt: it opens my mind!

Jedes Jahr findet eine Klausur statt, bei welcher die Rätinnen und Räte und der Pfarrer sich an einen schönen Ort begeben und ein relevantes Thema erarbeiten. Aus jedem dieser Klausurtagungen sind wir mit einem fröhlichen Gesicht wieder heimgekehrt. Weg von den Themen des Alltags kann man sich auf ganz andere Inhalte konzentrieren. Auch in spiritueller Hinsicht empfand ich jedes dieser Treffen als Bereicherung. Und natürlich auch die Gemeinschaft wird gepflegt: wir sind Freunde, nicht nur Mandatsträger. Angenehmerweise ist das gesellige Beisammensein und eine Wanderung oder eine Besichtigung ebenso ein Teil dieser Tagungen. Es wird also auch viel gelacht.

Man sollte die Tätigkeit des Rates nicht zu sehr mit dem jeweiligen Pfarrer verknüpfen, aber mit Pfr. Mayr zusammen zu arbeiten ist ein großes Vergnügen. Und das in fachlicher, didaktischer, theologischer und humoristischer Hinsicht.

Als ehemaliger Geschäftsführer habe ich immer die wohltuende Sitzungskultur bewundert. Zielorientiert, strukturiert, diszipliniert – und selten langweilig. Es darf auch mal gelacht werden, nur nicht zu lange…Zeitdisziplin.

Das Amt kostet Zeit. Neben den monatlichen Sitzungen gibt es noch Gesamtkirchengemeinderatssitzungen und natürlich die verschiedenen Ämter, die zu Beginn der Amtsperiode zu verteilen sind.

Und jeweils für einen Monat reihum Gottesdienstassistenz. Letztere habe ich immer mit größtem Vergnügen gemacht, weil man sich inhaltlich mit dem Gottesdienst befassen darf und Pfr. Mayr hierbei – wenn man das möchte – einen sehr einbindet in die Liturgie.

Ich kann dieses Ehrenamt nur empfehlen, und als Staatsbürger und als Christ sehe ich es als meine Pflicht, mich auf irgendeine Weise für die Allgemeinheit und das Zusammenleben der Bürger unserer Stadt einzubringen. Das Kirchengemeinderatsmandat ist eine tolle Möglichkeit hierfür. Mein persönliches Fazit: ein Gewinn in meinem Leben!

Ich werde nicht weiter kandidieren, weil sich meine Lebensumstände geändert haben und ich aus persönlichen Gründen mehr Freiräume brauche. Aber ganz sicher werde ich für meine Gemeinde weiter tätig sein (z.B. im ökumenischen Arbeitskreis und bei Gottesdienstarbeitskreisen). Und genauso sicher wird man mich nach meinem Ausscheiden nicht weniger im Gemeindeleben sehen, als zu meiner aktiven Zeit.

Fassen Sie sich ein Herz, geben Sie sich einen Ruck und kandidieren Sie: Sie werden es nicht bereuen!

 

Wolfram Klaeger

Gemeinsam durch dick und dünn!

Mit einem weinenden und einem lachenden Auge verabschieden wir uns nach 12 bzw. 6 Jahren aus dem Dienst als Kirchengemeinderat.

Im Gremium gemeinsam etwas bewegen und gestalten, Verantwortung tragen und Sinnvolles im Namen einer Kirchengemeinde zu tun, war die ganze Zeit etwas, was uns Freude gemacht und erfüllt hat und das für immer in unseren Gedanken bleibt. Diese ehrenamtliche Arbeit hat uns auch geprägt.

Danke an alle, die uns in dieser Zeit unterstützt und geformt haben. Es ist in unseren Augen etwas sehr Interessantes, Einblick in ein Gemeindeleben zu bekommen und es mit zu gestalten.

Im Wandel der Zeit wird sich auch in der Gartenstadtgemeinde einiges ändern. Unser Wunsch ist es, das Zepter nun an jüngere Gemeindeglieder weiterzugeben, die mit neuen Impulsen und Ideen unsere Kirchengemeinde weiter auf Kurs halten.

Wir beide, Bettina und Wolfe, werden unserer Heimatgemeinde weiterhin verbunden bleiben und die neuen Rätinnen und Räte gerne unterstützen.

Erinnerungen, die man im Herzen trägt, vergißt man nicht. Und davon haben wir beide sehr viel.

Gottes Segen für Sie und Euch alle

Bettina Warth und Wolfe Ott