Kirchenwahl

Am 1. Advent 2019 werden rund 10.000 Kirchengemeinderäte und 90 Landessynodale in
der württembergischen Landeskirche gewählt.
Stuttgart. Am 1. Dezember 2019 wählen die rund zwei Millionen wahlberechtigten Mitglieder der Evangelischen
Landeskirche in Württemberg neue Kirchengemeinderäte sowie eine neue Landessynode. Diesen Termin gab
Landebischof Dr. h. c. Frank Otfried July am Freitag, 14. September, in Stuttgart bekannt. Auch in der benachbarten
badischen Landeskirche wird am ersten Advent 2019 gewählt.
„Es ist ein bewundernswertes Engagement, sich für sechs Jahre ehrenamtlich für eine kirchliche Leitungsaufgabe
zur Verfügung zu stellen und eine besondere Weise, die Entwicklung der Landeskirche mitzubestimmen“, so
Landesbischof July. Etwa 10.000 Kirchengemeinderätinnen und Kirchengemeinderäte leiten die etwa 1.280
Kirchengemeinden der Landeskirche zusammen mit ihrer Pfarrerin bzw. ihrem Pfarrer. Und die 90 ebenfalls zu
wählenden Landessynodalen bestimmen den Kurs der gesamten Kirche auf landeskirchlicher Ebene mit.
Wichtig, so der Landesbischof, sei die Unterstützung durch eine breite Wahlbeteiligung: „Jede Wählerin und jeder
Wähler unterstützt auf diese Weise unser Kernanliegen in der württembergischen Landeskirche: Dass die
Verkündigung des Evangeliums von Jesus Christus in Wort und Tat auch in Zukunft die Menschen im Land erreicht,
ihnen hilft, sie ermutigt, sie tröstet.“
Die württembergische Landessynode hat unter den „Kirchenparlamenten“ der 20 deutschen Landeskirchen eine
Besonderheit: Sie ist die einzige, deren Mitglieder per Urwahl direkt von den Kirchenmitgliedern gewählt wird und
vertritt – so die Kirchenverfassung – „die Gesamtheit der evangelischen Kirchengenossen“. Zu den Aufgaben der 90
Landessynodalen gehört neben der Wahl des Landesbischofs auch die kirchliche Gesetzgebung. Sie beschließt
zudem den landeskirchlichen Haushaltsplan und regelt die Verwendung der Kirchensteuergelder.
Oliver Hoesch
Sprecher der Landeskirche